Giselheid Schulz-Ëberlin, Autorin, Eigen-Sinn-Coach, Lebensbegleitung, Plüschrabe in Göttingen, bedeutungsvoll, B wie Bedeutung

B wie Bedeutung

Deuten. Andeuten. Ausdeuten. Bedeutung geben. Bedeutung haben. Bedeutung zuordnen. Bedeutend sein.

Was ist von Bedeutung? Was ist für mich von Bedeutung? Möchte ich Bedeutung haben? Möchte ich bedeutend sein? Hat ein Bedeutender Deutungshoheit? Wen oder was darf er deuten? Woraus erwächst Bedeutung? Ein Wort hat eine, seine Bedeutung. Diese Bedeutung kann sich wandeln. Bedeutung ist kein statischer Besitz. Sie wird verliehen, angetragen, gegeben. „Der ist keinen Deut besser“, heißt es. Was ist ein Deut? Die Währungseinheit der Bedeutung? Etwas, das deutlich zu sehen ist? Etwas, das den Unterschied ausmacht? Deutlich und undeutlich. Scharfkantig oder schemenhaft. Deutliches hat Kontur, hat Kanten, ist greifbar, hörbar, stellt sich in den Raum, steht für sich. Kantig, greifbar und angreifbar. Wer sichtbar ist, ist angreifbar. Will ich das? Halte ich das aus?

Ich stehe für mich. Ich habe mich manches mal hingestellt. Für das Mädchen mit den gestopften Strümpfen in der Schulklasse. Für mich selbst bei meinem Austritt aus der FDJ zur DDR-Zeit. Jetzt, für meine frische Selbständigkeit als Eigen-Sinn-Coach. Ich kann das aushalten. 

Bedeutend zu sein suche ich nicht mehr. Das waren Fantasien in Märchengedankenphasen nahe den wilden Schwänen und verwunschenen Raben. 

Doch ich stehe für mich. Ich stelle mich hin. Ich stelle mich in meinen Worten. Und ich möchte auch findbar, auffindbar sein. 

Wenn ich auf etwas deute, dann im Bewußtsein meines ganz eigenen Weges und Blickwinkels. Wer zuhören mag, kann etwas mitnehmen: ein Wort, ein Gedicht, ein Bild. Doch seine Deutung und Bedeutung gibt jeder selbst. Was hat für Sie/Dich Bedeutung? 

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