Blick aus dem Fenster mit Morgensonne und Dankbarkeit

D wie Dankbarkeit

Dank. Dankeschön. Vielen Dank. Danke für alles. Danken, Denken und Dasein. 

Ich bin da. Ich schaue aus dem Küchenfenster über die Dächer der Stadt. Ich betrachte den Himmel, sehe die Raben fliegen. Ein Fenster gegenüber leuchtet golden im Widerschein der Morgensonne: Sonnenspiegelgold. 

Ich lächle. Ich denke an eine kleine alte Dame, die ich während meiner Kindheit kennenlernte. Während meines Besuches in ihrer Wohnung, unterbrach sie plötzlich unser Gespräch und wies auf die Fenster des Wohnblocks gegenüber: „Ist das nicht schön? Schau! Dieses Gold in den Fenstern!“

Sie war eine einfache Frau, in einer bescheidenen Wohnung. Doch sie war reich. Sie war reich an Dankbarkeit, die sie lebte und pflegte. Sie genoß beinah kindlich diese Augenblicke, die ihr Herz erfreuten. Und sie nahm die Menschen ringsum einfach unbekümmert und herzlich in diese ihre Freude mit. 

So schenkte sie mir das Sonnengold in den Fenstern. 

Und sie schenkt mir an diesem Novembermorgen die Erinnerung an sie selbst.

Ich trinke meinen Tee und lächle. 

Wofür sind Sie / bist Du dankbar? Welche Erinnerung ist Ihr / Dein „Sonnengold“?

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