Giselheid Schulz-Ëberlin, Autorin, Eigen-Sinn-Coach, Lebensbegleitung, Accessoires der Freude, rote Herzen und Synästhesie, F wie Freude

F wie Freude

F-R-E-U-D-E. Meine Synästhesie malt sie in Karmin- und Feuerwehrrot, mit Anteilen von Schwarzbraun, Schwarz und Grau. 

Freude. Sich freuen. Wer es kann. Sich freuen an einem ganz normalen Tag. Am Morgen, am Morgenlicht, an den Wolkenbewegungen. An den Raben, die vorüberziehen und den Vorhang des Tages öffnen. An den Herbstblättern auf dem Weg. Am letzten Blühen vor erstem Novemberfrost.

Freude, was ist das?

Ich kenne sie als dieses kitzelnd kichernde Gefühl, das aus dem Innern aufsteigt und mich unwillkürlich lächeln läßt. Das ist keine laute Freude – jedoch eine, die aus den Augen leuchtet. Es ist die Freude, die mich am Morgen aufstehen läßt und mich an einen meiner Lieblingsplätze zieht in unserer Wohnung über den Dächern der Stadt Göttingen. Von dort aus: Schauen, Betrachten, Wahrnehmen. Das bereitet mir Freude. Ungestört. Allein. Eine stille Freude. Meine stille Freude. Die dann den Ausdruck im Wort sucht. Im lyrischen Wort – vielleicht. Die sich so mitteilen läßt; und die wächst im Teilen und Weitergeben. 

So teile ich meinen Blick. So teile ich Augenblicke. So teile ich meine Freude. 

Freude, wirkliche Freude, kennt auch ihr Gegenstück. Meine Freude kennt auch die Farben: schwarz, schwarzbraun und grau. Sie kennt das R wie Ratlosigkeit, sie kennt das Unten und das Dunkel. Doch sie erhebt sich immer wieder, fliegt mit heiterer Leichtigkeit. Meine Freude kann fliegen. 

 

Worin liegt und worauf fliegt Ihre/Deine Freude?

Welche Farbe hat Ihre/Deine Freude?

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