Giselheid Schulz-Ëberlin, Autorin, Eigen-Sinn-Coach, Lebensbegleitung, Zugfahrt, H wie Hochsensibel

H wie Hochsensibel

Hoch komplex im Verarbeiten des Innen und Außen. Tiefsinnig und tief sinnend. Sinn suchend: immer. Tief fühlend auch. Vielleicht auch hochbegabt.

Das Ganze sehend, vom Ganzen zum Detail und wieder zurück. Empfindsam auf Außeneindrücke und lange nachklingend im Innern.

Nachdenkliche Betrachter. Strukturensucher. Verstehenwoller.

Sinnsucher ihres Lebens. Und Sinngeber auch. Sinnige Eigen-Sinnige. Eigen-Willige mit tief im Eigenen und aus dem Eigenen gewachsenen Werten. Jeder Werteverstoß schmerzt.

Hochsensibel, hochbegabt, hoch leistungsfähig – hoch hinaus?

Im Erkennenwollen ja, in der Hierarchie eher nein. Eher daneben stehend, betrachtend, Rat gebend vielleicht. Warum? Weil sie nicht in Hierarchien denken, sich selbst genug sind. Vor allem stimmig sein möchten mit sich selbst, im Einklang mit sich selbst. Es sind die, in denen viel nachklingt: Ein Konzert, ein Gewirr mitunter, aus Geräuschen, Bildern, Gerüchen, Menschen und Begegnungen. Es sind die, die sich viele Gedanken machen, die aus mehreren Perspektiven betrachten, die das Große und Ganze ihrer Erfahrungswelt im Blick haben. Die fein wahrnehmen und fühlen. Die in den Tiefen des Unsagbaren wurzeln. Die manchmal sprachlos sind. Die vielleicht ein Zuhause finden in Kunst, Musik oder Poesie. Um ihr Innen zu übersetzen ins Außen. Um Unsagbares ins Sagbare zu heben. Um so Resonanz zu geben auf und in ihre Welt. Um so ins Dasein zu treten und zu stehen und zu bestehen.

Sie tragen immer einen Mantel der Einsamkeit mit sich.

Manchmal bleibt dieser verborgen im Handgepäck. Manchmal erscheint er hauchdünn. Sie bewohnen und brauchen ihre Alleinezeit – um sich zu sortieren, sich zu regenerieren. In der Menge sind sie nicht Zuhaus.

Sie spannen ihr Denken weit. Sie empfinden tief. Sie fühlen fein.

Ihr Mitgefühl droht sie manchmal zu überwältigen. Dann ziehen sie sich in sich selbst zurück und sprechen nur noch stumm. Sie sind nicht die Menschen der schnellen Antworten und des: „Alles wird gut“. Ihr Empfinden ist ihnen kostbar und nicht immer leicht zur Hand; ist mehr als trainierte Gewohnheit und geübte Höflichkeit. Kein Reflex (weil man das so sagt um etwas zu sagen) und es jeder tut. Sie sind nicht jeder. Und manchmal scheint es, als seien sie außerhalb der Zeit. Herr Zeitgeist kommt selten zu ihnen zu Gast. Vielleicht sind sie der Zeit voraus. Vielleicht wirkt es, als hinkten sie hinterher.

Sie sind die Seismographen ihrer Gesellschaft.

Sie weisen hin, sie zeigen auf. Sie erleben, durchleben und spüren am eigenen Leib das ins Ungesunde, Ungute, Sinnentleerte Treibende. Und wer zuhören kann, der hört Bedachtes und kreativ in die Zukunft Weisendes. Weises vielleicht auch. 

 

Bin ich hochsensibel? Ja! Sonst hätte ich dieses nicht so schreiben können.

Und genau deshalb bin ich auch Coach für hochsensible Menschen. 

 

Wofür sind Sie/bist Du besonders sensibilisiert?

Worauf richten Sie Ihren /richtest Du Deinen Sinn?

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