Giselheid Schulz-Ëberlin, Autorin, Eigen-Sinn-Coach, Lebensbegleitung, Bücher, V wie Vermissen

V wie Vermissen

Vermissen. Vermisstes. Verlorenes. Hinter sich Gelassenes. Vergangenes. 

„Würde ich es vermissen?“, so frage ich mich beim Aussortieren von Büchern, CD‘s, Kleidung und auch bei meinen Gedichten. Und was ich nicht vermissen würde, darf weitergegeben werden, möchte weitergegeben werden. Denn Bücher möchten gelesen, CD‘s gehört und  Kleidung getragen werden. Und meine Gedichte verstehe ich als Konzentrate meines Lebens und Daseins. Nur die, die meinem Anspruch genügen, die ich vermissen würde und nicht missen möchte, dürfen bleiben.

Menschen, wie ist es mit Menschen? Manches fügt sich von selbst im Leben: Eine gemeinsame Wegstrecke geht zu Ende und jeder geht fortan weiter seines Wegs. Die Verbundenheit durch Berührungspunkte im Alltag ist nicht mehr gegeben und die Verbindung wird lose. Gemeinsame Gegenwart wird Vergangenheit und Erinnerung. Vielleicht bleiben Geburtstagsgrüße als Geste der freundlichen Verbundenheit übrig. Vermissen ist auch hier ein guter Gradmesser von Bedeutung.

Wen ich nicht vermissen möchte, in meinem Leben, den werde ich es wissen lassen.

Ich werde die Verbundenheit pflegen, die Verbindung halten. Was ist es, das ich an einem Menschen vermissen würde? Es ist zunächst die Möglichkeit der Begegnung. Und es sind die kleinen Besonderheiten in Mimik, Gestik, Worten. Es ist das wohlwollende Zugewandte dieser Person. Es ist die Besonderheit jeder einzelnen Beziehung und ihre bewährte Tragfähigkeit. Sowohl die Intensität der gelebten Verbundenheit als auch die Länge einer Beziehung bestimmen ihren Wert und mein mögliches Vermissen. 

Wen oder was möchten Sie nicht missen?

Wen oder was in Ihrem Alltag würden Sie nicht vermissen?

 

 

Mit herzlichen Grüßen,

Giselheid Schulz-Ëberlin

Autorin & Eigen-Sinn-Coach

Lebenswegbegleitung

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