Giselheid Schulz-Ëberlin, Autorin, Eigen-Sinn-Coach, Lebensbegleitung, frühlingsgrüner Baum, Z wie Zuversicht

Z wie Zuversicht

Zuversicht in die eigene Zukunft. Zuversicht in den eigenen Weg. 

Mein Weg vom Angestelltendasein in das Selbstständigsein. 

Mit dem Blick auf die geplante Selbstständigkeit folgte ich vor knapp zwei Jahren dem Rat, in den Social-Media aktiv zu werden. Ich wagte das Experiment.

Ich machte mich auf den Social-Media-Weg.

Ich erkundete und bespielte Facebook, Twitter, Instagram, Tumbl, LinkedIn und XING. Vier Stunden Zeit kostete mich das täglich. 

Mein Fazit: 

Tumbl-Nutzer mögen es zu chatten, ich nicht. Nach etwa vier Wochen meldete ich mich ab.

Instagram-Nutzer reagieren schnell, reagieren vornehmlich auf Bilder, lesen eher nicht die Texte zum Bild, eilen den Hashtags hinterher. Und kein Blick in meine Instagram-Timeline ohne nervende Werbung. Heute meldete ich mich bei Instagram ab. 

Facebook ist nicht so schnell wie Instagram, dort tummeln sich vor allem die Katzenbildtauscher, Kalendersprüchemacher und Selbstständige, die ihre mehr oder weniger geschlossene Gruppe sammeln und bespaßen mögen. Meinen ersten Facebook-Account behielt ich nur einen Tag. Zu bunt und lärmend das Ganze. Eine Welt der Emoticons.

Doch ein Teil meiner Familie ist dort angemeldet. Sie ermutigten mich wiederzukommen. So meldete ich mich ein zweites Mal an. Facebook  wurde mein Adressbuch meiner ehemaligen Kollegen, die inzwischen in alle Welt verteilt sind. Meine Dichterfreunde aus vorgängigen Literaturforen fand ich dort wieder. Mit Bekannten, alten und einigen, dort neu gefundenen, bin ich inzwischen vernetzt. Es gibt mehrere Gruppen für den Austausch mit meinen Kollegen aus den Logosynthese®-Weiterbildungen.

Doch immer wieder überkommt mich der Wunsch, meinen Facebook-Account zu schließen. Denn: Mit meinen liebsten Facebook-Menschen bin ich durch handgeschriebene Papierpost verbunden. Die mir durch Instagram aufgenötigte Business-Seite habe ich heute gelöscht. Es war immer mein Bedürfnis, mich als ganze Persönlichkeit zu zeigen und nicht halb. Nicht: Businessfrau hier, Privatmensch da.

LinkedIn. Ich wechselte von der Bezahlversion zurück zum Basiceintrag. Ich wurde nicht warm mit dieser Plattform. Die Benutzeroberfläche spricht mich zudem in ihrer Gestaltung nicht sonderlich an. Dieser Beitrag wird der letzte sein, den ich dort mitteile. 

XING. Die Aufmachung der Seite empfinde ich angenehm und wertig. Die XING-Treffen vor Ort und die persönlichen Begegnungen überzeugten mich. Inzwischen lese, schreibe und kommentiere ich beinahe täglich auf  XING. Ich habe die Gruppe „Coaches und Trainer in Göttingen“ gegründet für den Austausch und das Miteinander und ein paßgenaues Gefundenwerden vor Ort. 

Twitter. Dort fühle ich mich inzwischen am meisten zu Haus. Dort begegnete und begegne ich Poeten, Künstlern, Kreativen. Feinsinnige Menschen, die sich, ebenso wie ich, schreibend vorwärts denken. Und: Alles Menschen, denen ich noch nie persönlich begegnet bin. 

Ich fragte mich heute: Würde ich etwas vermissen und was oder wen würde ich vermissen, wenn ich beschließen würde, die Social-Media hinter mir zu lassen? 

Ja, ich würde die Menschen vermissen, mit denen ich nur dort verbunden bin. Die, die mich persönlich berührt haben durch ihre Beiträge, ihre Texte. Die, die mir vertraut geworden sind. Das sind ein Dutzend Twittermenschen. Und eine Handvoll Facebook-Leute.

Und es wären die Informationen und der Austausch mit meinen Weiterbildungskontakten in den Logosynthese®-Facebook-Gruppen und ebenfalls die Informationen und der Austausch auf XING.

Das heißt, ich bleibe bei Twitter, Facebook und XING. Doch das heißt nicht, ich werde weiterhin vier Stunden täglich dort verbringen. 

Als poetische Fingerübung hatte ich täglich mindestens einen Text im Twitterformat veröffentlicht. Ein gutes Jahr lief mein Projekt: „Den Tag einrahmen“, – ob ich zuhause war, oder unterwegs. Seit meine Webseite steht, schrieb ich jede Woche einen kurzen Blogbeitrag. Heute kommt der letzte der Reihe „Von A wie Aufmerksamkeit bis Z wie Zuversicht“. Und so schließt sich gedanklich der Kreis. Schon bei „A wie Aufmerksamkeit“ beschrieb ich meine Beobachtung, wie die Social-Media meine Aufmerksamkeit zerstreuten. Und dass ich sie mir bewahren möchte, meine fokussierte Aufmerksamkeit. 

Heute sehe ich und entscheide ich, ich möchte weiterhin meine Stille bewohnen. Ich möchte in Ruhe gegründet sein. Ich möchte manchmal schweigen. Ich möchte nicht täglich auf den Social-Media-Plattformen unterwegs sein, weder lesend, noch schreibend. Ich möchte meine Worte wieder länger auf dem Papier verweilen lassen. Ich möchte dazu zurückkehren, nur Konzentrate zu veröffentlichen. Und ich möchte wieder konzentrierter leben. Ich möchte wieder mehr Briefe schreiben und mehr Bücher lesen. Und ich möchte den Mai 2019 social-media-frei-nehmen. Das wird mein nächstes Experiment. 

Und meine berufliche Selbstständigkeit? Sie wächst langsam. Auch eine Kastanie, in die Erde gelegt, braucht ihre Zeit bis sie ein großer Baum geworden ist. Ich habe meine Webseite. Ich bin sichtbar. Ich bin findbar. Ich bin mehr und mehr, ob mit oder ohne die Hilfmittel „Social-Media“, vernetzt. Letztlich zählt die persönliche Begegnung, das Angesprochensein und innere Berührtsein. Persönlich und im Business. Zu meiner Photographin sagte ich einmal: „Ich suche keine „Kunden“, sondern Begegnungen mit Menschen“. Ja, ich bin Coach für Eigensinnige, Eigenwillige und Eigenartige und Menschen, die schon immer wussten, dass Coaching nix für sie ist. Ich gehe meinen eigenen, im besten Sinne eigen-sinnigen Weg. Und auch meinen eigen-sinnigen Social-Media-Weg. Und ich gehe ihn mit Zuversicht.

 

Herzliche Grüße von Ihrer Giselheid Schulz-Ëberlin

Autorin & EigenSinnCoach

Lebenswegbegleitung

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